Das dicke fette Commons-Wörterbuch

Es ist da. Und es ist dick! 1240 Seiten rund um Gemeingüter, Eigentumsfragen, Commons und noch viel mehr. Es sieht ein bisschen aus wie eine Bleiwüste. Oder wie der ultimative Beweis, dass dieses Blog längst kein Nischenthema mehr behandelt. Vier Jahre hat die Arbeit an dieser Commons-Enzyklopädie gedauert. Der Verlag wollte sie unbedingt „Wörterbuch der […]

Besonnen den Fluß freikaufen: Ein Lehrstück aus Hitzacker

Ein Nebenfluss der Elbe schickte sich an, in die bundesdeutsche Geschichte einzugehen. Seit 2015 hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben 820 Meter des Flussbettes der Jeetzel zum Verkauf feilgeboten, um 95.000 Euro in die Staatskasse zu spülen. Der Flussabschnitt ist bzw. war für potentielle Investoren nicht unattraktiv, weil er das niedersächsische Städtchen Hitzacker südlich umfließt und […]

Boden vom Markt befreien

Es gibt Leute die sagen, wenn wir drei Dinge – Arbeit, Boden und Wissen – nicht mehr als Ware behandeln, sondern als Commons, dann ändert sich alles. Arbeit ist dann nicht mehr getrennt vom richtigen Leben. Arbeiten, Leben, Sorgetragen, Beziehungen vertiefen kommen wieder zusammen. Boden ist dann nicht mehr getrennt von der realen Nutzung, wohl […]

State Power and Commoning

Silke Helfrich, http://www.commonstrategies.org Paper prepared for AFD Conference: Communs et Développement; Paris, Dec. 1 & 2, 2016 CONTENT:   I. Clarify Concepts: State and Commons The State doesn’t exist … and the Nation-State is a conceptual fiction Commons enact their own normalcies Commons belong to different people. People belong to multiple commons A commoner is […]

Jein zum Staat?

Gedanken anlässlich des Treffens der European Commons Assembly in Brüssel. Gastbeitrag von Leslie Gauditz Commons zeichnen sich durch relative Staatsferne aus. Im November treffen sich jetzt allerdings europäische Commoners in Brüssel, um dem Staatsorgan des EU-Parlaments Anregungen für Gesetze zu geben1. Grund genug, um ein paar Gedanken zu notieren. In der Forschung zu sozialen Bewegungen […]

Nach Hause kommen: Commons weltweit!

Heute mal was speziell für Schweizer*innen. Gemeint ist der booklaunch am 20. Oktober in Zürich. Das Büchlein zu lesen empfehle ich ausdrücklich allen! Hiermit laden wir ein zur Buchvernissage Nach Hause kommen Nachbarschaften als Commons Donnerstag 20. Oktober 2016 – 19:30 Uhr Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, Zürich Das Buch «Nach Hause kommen» zeigt, wie einfach […]

Statehood and Commoning (4/4)

Teil I, Teil II, Teil III Teil IV: Commoning Statehood? Das Konzept der Polyzentralität im Gegensatz zur Monozentralität illustriert beispielhaft, warum einer „Commonifizierung“ von Staat/-lichkeit andere Kategorien zu Grunde gelegt werden müssen. So sind die strukturellen Ähnlichkeiten zwischen vermeintlich fundamental verschiedenen ökonomischen und politischen Systemen verblüffend, was nur auf Grundlage anderer oder neuer Konzepte sichtbar […]

Statehood and Common/ing (3/4)

…jenseits der Rede von Gemeinschaft vs. Gesellschaft Teil I, Teil II Teil III Staat/-lichkeit und Common/ing Abstrakte Bestimmungen von Commons/Commoning und Staat/-lichkeit sind so ähnlich wie wenig erhellend. Commons, verstanden als generative Prozesse zwischen Peers, die sich über digitale Plattformen selbst organisieren, sind gewissermaßen grenzenlos, staatsgrenzenlos ohnehin. Doch auch Commons verstanden als sozio-ökologische Systeme, in […]

Statehood and Common/ing (2/4)

Teil I Teil II: Staat und Ökonomie – Ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis Ein wesentlicher Ansatzpunkt emanzipatorischer Staatskritiken besteht darin, Staat und Ökonomie nicht als voneinander getrennt, sondern als strukturell und funktional miteinander verbunden zu analysieren. Staatlichkeit ist demnach in den Gesamtzusammenhang gesellschaftlicher Reproduktion eingebettet und von diesem abhängig. So gesehen ist der Feudalstaat notwendigerweise ein anderer […]

Statehood and Common/ing (1/4)

Ich habe mir Gedanken gemacht über „den Staat“ und die Frage, wie dieses Nichtfassbare aus Commonsperspektive vielleicht doch zu fassen ist. Und -wenn ja- wie sowie vor allem, ob sich daraus Gestaltungsperspektiven ergeben. Die Überschrift irritiert, denn ich veröffentliche den Text zunächst auf Deutsch (heute, morgen, übermorgen und überübermorgen). Zugleich entsteht eine englische Fassung, die […]