Der Grund des Patentrechts 4/12

Weiter geht’s in der Vorlesung von Prof. Dirk Löhr. In diesem Teil (9.12 min) vergleicht Löhr den Neoinstitutionalisten Posner mit Marx. Ersterer schloss aus dem Funktionieren des Marktes für Investitionsgüter (z.B. Maschinen), dass dieser auch in der Zu-/Verteilung von Boden oder Wasser (Allmendressourcen) funktionieren müsse. Marx zog umgekehrt aus dem Scheitern des Marktes für Boden […]

Commons und ein neuer Multilateralismus

Neue Überzeugungen für eine neue multilaterale Praxis „Die Wiederbelebung der unter Druck geratenen Gemeingüter wird als Quelle partizipativer Governance und nicht-geldvermittelter Wertschöpfung entscheidend sein, damit öffentliche und private Akteure wieder Wege aus der gegenwärtigen globalen Wirtschafts-, Energie- und Umweltkrise finden.“ In diesem KOSMOS-Artikel beschreibt James Quilligan (s)eine Vision. Quilligan ist internationaler Commonsaktivist, ehemaliger Berater Olof […]

„Der Grund des Patentrechts“ 3/12: Neoinstitutionalismus

„Stellen Sie sich vor, Sie verwenden unheimlich viel Geld, Zeit und Investitionen auf eine Erfindung. Diese Erfindung wird irgendwann publik gemacht und nun kommt irgendjemand daher – aus Deutschland oder aus einem fernen Kontinent – eignet sich die Blaupause an und verwertet die betreffende Erfindung kommerziell. Was bedeutet das?…“ Heute also Folge 3 der Vorlesung […]

„Der Grund des Patentrechts“ 1/12

Prof. Dirk Löhr zu den Gemeinsamkeiten zwischen Bodenordnung und Patentrecht. Der Autor hat sich Zeit genommen, so dass wir der komplexen Materie gut folgen können. Die Serie besteht aus 12 Teilen. Hier der erste, in dem die Struktur des Vortrags erläutert und eine der zentralen Thesen vorweg genommen wird. Nämlich: Dass sich die Ideen der […]

„Wissen als Privateigentum ist absurd“ – Junge Ideen in der BpB

„Aber auch eine Renaissance der Gemeingüter, der Allmende ist möglich. Nötig wäre sie allemal. In den Bereichen der digitalisierten und weltweit vernetzten Kulturen und Wissenszirkulation zeichnen sich neue, faszinierende Möglichkeiten ab, Ressourcen intelligent und effizient zu teilen und zu verteilen. Das muss nicht ohne Gewinn und private Eigentumsanteile bleiben. Aber auch hier ist noch vieles […]

World Culture Forum: In Dresden nix Neues

In Dresden hat vom 08. bis 10. Oktober das 2. World Culture Forum stattgefunden. Herausgekommen ist dieses_Manifest. Es wurde in Rekordzeit verabschiedet. Wenn ich bedenke, wie lange wir für „unser Gemeingüter Manifest gebraucht haben… Seis drum, warum steht das hier? Die Auseinandersetzung um Gemeingüter betrifft in mehrfacher Hinsicht die kulturelle Sphäre. Sie muss in der […]

Burda: „höchst bizarre Pfründenkeilerei“

„Großes Tennis“, kommentiert ein wirres.net*-Leser Felix Schwenzels gelungenen Kommentar einer Rede von VDZ Präsident Hubert Burda: „ich würde das was hubert burda sagt eher als höchst bizarre und vor allem bigotte pfründenkeilerei bezeichnen.“ Burda sagt zum Beispiel: „Suchmaschinen, aber auch Provider und andere Anbieter profitieren überproportional von unseren teuer erstellten Inhalten. Doch wer die Leistung […]

Mit Marx die Allmende analysieren?

Marx war ein brillianter Analyst der Ökonomie, doch die ökonomische Dimension ist bekanntlich zu eng für die Commons. Deswegen bin ich da skeptisch. Dennoch finde ich Georg Fülberths Artikel in der NRZ zur Aktualität Marxscher Theorie beachtenswert. Zumal er sich intensiv auf die Gemeingüter bezieht und 150 Jahre Eigentumsgeschichte nachzeichnet. Wobei auch Fülberth erstmal von […]

Maßstabsverlust auf der ganzen Linie

„Du hast gar nichts über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs gebloggt, von dem auch der Nachlass Bölls schwer getroffen hat“ , sagte mir neulich ein Leser.  „Immerhin hast Du mal bei der Böllstiftung gearbeitet.“ (Hier ein Interview mit René Böll, indem von „bodenloser Schlamperei, Ignoranz und wohl auch finanziellen Gründen“ die Rede ist, die zu […]

Wem gehört der Griebnitzsee?

Ich kenne das aus El Salvador. Die Menschen haben fast keinen Zugang mehr zum Coatepeque, dem schönsten Binnensee des Landes. Fast alle Ufergrundstücke sind bebaut. Bootsanlegestelle, dann Grundstück, dann Haus, Hotel oder Gaststätte, dann eine hohe Mauer. So hoch und solide sind die Mauern in Deutschland noch nicht, aber wir sind auf dem besten Weg […]